Ei, Ei….
Dieser Versuch ist sehr einfach. Schau Dir mal “Ein durchsichtiges Ei?” an. Dort sind die Grundlagen erläutert.
Was brauchst Du?
“entschaltes” Ei, wie in Versuch “Ein durchsichtiges Ei” beschrieben, 1 Becher
Durchführung
- lege das entschalte Ei in den Becher.
- warte ein paar Wochen.
Und, was konntest Du dabei sehen?
Ganz einfach: Das Ei schrumpft und schrumpft.
Erklärung
Nach dem Auflösen der kalkhaltigen Eierschale bleibt nur noch die Eihaut (Schalenhaut), die das Eiweiß von seiner Umwelt abtrennt. Diese Schalenhaut ist ein wahres Wunderwerk der Natur: sie ist weich und dennoch strapazierfähig, sie läßt Sauerstoff und Wasser durch, verhindert aber, dass Bakterien sich ansiedeln und in das Ei eindringen können. Ein solches Teil nennt man auch Membran. Diese Membran arbeitet (zumidnest was den Wassertransport angeht) aber in 2 Richtungen: Wasser rein, aber auch Wasser raus.
Gut, aber warum soll das Wasser nun freiweillig aus dem Ei raus?
Hier gibt es ein Prinzip, was in der Natur sehr oft Anwendung findet, vor allem bei chemischen und phyiskochemischen Prozuessen: Das Gleichgewichtsprinzip. Dieses besagt, dass jedes System versucht ein Gleichgewicht an Molekülen (Bausteinen aus denen alles gemacht ist) herzustellen. Die Schalenhaut trennt nun ein geschlossenens System mit viel Wasser (das Ei) von der Luft, in der sehr wenig Wasser enthalten ist. Also versucht das Wasser aus dem Ei herauszukommen, s.d. die Menge Wasser in der Umgebung des Eis und Wasser im Ei gleich ist. Dies ist aber fast unmöglich, da einfach zuviel Luft Wasser aufnehmen kann, s.d. das Ei solange austrocknet, bis die Schalenhaut nur noch ganz wenig Eiweiß und den Dotter einschließt. Daher ist das trocknende Ei auch schön orange. Gleichzeitig wird die weiche Eihaut aber auch wieder fest. Man muss nach 3-4 Wochen sehr viel Kraft aufbringen, um sie einzudrücken. Faszinierend, oder nicht?














