Das größte Experiment meines Lebens (II)
Vielleicht habt Ihr schon den Artikel zu Teil (I) gelesen. Falls nicht, folgt hier eine kurze Zusammenfassung.
Zusammenfassung (I)
Am Lernfest Saar, 10.09.2011, wollen wir von binneugierig.de, ein Megaexperiment aufbauen. Es geht schlicht und erfreifend um eine 20m lange und 10cm tiefe Laufbahn, welche mit einem Maisstärke/Wasser Gemisch gefüllt wird. Neugierige können dann auf dieser Bahn Wettrennen laufen – in der Art: Wer kann schneller über Wasser laufen? Der erste Artikel beschreibt ein paar Grundlagen für das Experiment, die wir erarbeitet haben.
Nun zum aktuellen Stand:
Nach meheren Ortsbesichtigungen und Berechnungen (Menge Maisstärke, Wasser,….) erhielten wir heute die Nachricht, dass ein weiterer Aussteller leider seinen Platz nicht mit uns tauschen möchte. Unser Problem ist, dass wir für diese “Wanne” eine relativ gerade Fläche benötigen. Im Deutsch-Französischen Garten gibt es allerdings fast nur Gefälle-Strecken, wenn es im Längen >20m geht.
Auf diesem Plan ist der Soll-Stand eingetragen. Wir wären Platz 11 und der Aussteller, mit dem wir hätten tauschen sollen ist Nr. 12.
Das Problem, vor das wir nun gestellt sind ist das Gesamtgefälle der Südmulde im DFG. Auf dem aktuellen Stellplatz macht leider nur eine 15m Bahn Sinn, da wir hier nur eine Höhendifferenz von 7cm zu überbrücken haben. Bei einer 20m Bahn sind es schon 16cm und das macht die Stützkonstruktion der Bahn nicht mit und es benötigt auch viel zu viel Material
Mit ein wenig Materialpuffer benötigen wir ca. 800Liter Maisstärke-Mischung bei der 15m Strecke. Bei der 20m Strecke mit größerem Gefälle sind es schon knapp 2.000Liter!!! Da wir im Laufe des Tages die Mischung sicherlich 1 Mal komplett auswechseln müssen, scheidet die 20m Strecke (lediglich wegen des großen Gefälles und damit Materialmehrverbrauchs) aus.
Aber gut, 15 m rennen ist immer noch weit.
Generell haben wir nun fast alles Zusammen. Maisstärke, Folie und Rahmen werden uns von Unterstützern der Aktion kostenlos zur Veffügung gestellt. Im Moment kümmern wir uns um 2 weitere große Brocken: das Herstellen der Mischung und die Entsorgung.
Fangen wir hinten an, bei der Entsorgung: Dies ist eigentlich der einfachste Teil. Nach 2-3 Stunden ist soviel Wasser verdunstet, dass das Gemisch die Konsistenz von nassem Sand hat. Also Schaufel her und fleißig sein, dann ist die Masse schnell weg.
Die Herstellung ist allerdings deutlich komplexer, da man ab einer bestimmten Menge ja keine große Scherung draufgeben kann. Dies Masse würde anstonsten “steinhart” werden uns sich nicht mehr mischen lassen. Eine gute Alternative sind Betonmischer. Hier wäre uns natürlich am liebsten, wenn wir einen Mischwagen nutzen könnten. Wasser vorlegen, Trommel drehen lassen und die Maisstärke dazu. Fertig. Das Fahrzeug könnte dann zur Bahn fahren und die Masse ablassen. Im Notfall tut es auch eine herkömmliche “Speismaschine”, aber hier steigt schon der Aufwand mit abwiegen, einfüllen und in der Bahn verteilen. Nahezu unmöglich ist es, diese Masse immer 15 Liter Eimer-mäßig anzusetzetn. Hier ist also noch eine fleißige Christine gefordert, die heute Betonunternehmen anrufen wird.
Die Logistik vor Ort ist auch noch zu klären. Wo kriegen wir Strom und Wasser her? Wo kann das Abwasser hin?
Es ist auch unglaublich an welche Kleinigkeiten man denken muss: Kabel, Schlauch, Schaufeln, Eimer, Rechen, Desinfektionsmittel (für das Fußwaschbad), Zeitnahemegeräte, Starterlisten, Poster (Erklärung des Versuchs), Banner, Preise und vor allem tatkräftige Unterstützer vor Ort.
An letztem Punkt müssen wir noch arbeiten. Beim Aufbau sind wir im Moment zu dritt. Ich denke, dass wir den kompletten Versuch permanent mit 3-4 Leuten betreuuen müssen. Da dies mit Sicherheit anstrengend wird, sollte sich ein Team von 6-8 Leuten finden.
Noch 8 Tage und das komplette Experiment muss stehen. Auf uns wartet eine spannende Zeit














