Springbrunnen
Mit diesem schönen Versuch können wir eine besondere Eigenschaft des Wassers “sichtbar” machen. In einem Teil des Versuchs musst Du handwerklch recht geschickt sein. Am Besten hilft ein Erwachsener, der die Löcher in Schritt 1 (siehe Anleitung) bohrt oder stanzt.
Was brauchst Du?
3 MarmeladenglĂ€ser (davon 1 mit Deckel), 2 Trinkhalme, Schere, Knete, Wasser – evtl. eine Bohrmaschine, Stanzzange oder Hammer und Nagel.
DurchfĂŒhrung
- Als erstes musst Du 2 Löcher in den Deckel machen. Diese sollten am Rand und gleichzeitig gegenĂŒber liegen.

- Nun stecke die Trinkhalme in die Löcher. Ein Halm darf nur ganz wenig auf der Innenseite des Deckels herausschauen. Den anderen Halm soweit reinschieben, dass er im oberen Drittel des Glases endet (siehe Bild).
- Jetzt kannst Du in 2 der GlĂ€ser Wasser einfĂŒllen – aber nur halbvoll bitte.
- Auf eines der beiden GlĂ€ser wird nun der Deckel aufgesetzt. Die Trinkhalme kannst Du nun richtig einstellen. Danach die “Löcher” im Deckel mit Knetmasse abdichten.
- Das zweite halbvolle Glas kannst Du nun auf einen Topf oder eine Kiste stellen – nahe an den Rand der Kiste.
- Jetzt kommt der schwierige Teil. Du musst das verschlossene Glas schnell umdrehen. Dabei sollte der Trinkhalm, der halb ins Glas und halb herausragt tief ins Wasser des Glases, welches auf der Kiste steht, eindringen. Der andere Trinkhalm dient als Abfuss und zeigt in das leere Glas, welches am FuĂ der Kiste steht.
- Fertig.
Jetzt sollte ein schöner Springbrunnen im geschlossenen Glas sprudeln!
ErklÀrung
Bei unserem Springbrunnen spielen 2 Eigenschaften der Konstruktion bzw. der Materialien eine wichtige Rolle.
1. Vakuum und Gewicht des Wassers
Dadurch, dass das mittlere Glas, bis auf die 2 Ăffnungen durch die Trinkhalme, komplett verschlossen ist, kann man beim Umdrehen ein Teilvakuum erzeugen. D.h. das Wasser lĂ€uft durch den langen Trinkhalm ab. Dadurch fehlt einfach Material im Glas, was nichts anderes bedeutet, als dass ein Unterdruck entsteht (auĂen ist der Luftdruck höher als im Glas). Dieser Unterdruck saugt nun Wasser aus dem Glas, das auf dem BehĂ€lter steht, nach oben, in der Hoffnung, dass sich wieder ein Gleichgewicht einstellt. Das ist so, wie wenn Du Deine Limo mit einem Trinkhalm trinkst. Sobald in den 3 GlĂ€sern ein Gleichgewicht erreicht ist, versiegt der Brunnen.
2. Das Wasser
Wasser hat einige besondere Eigenschaften, die hier auf binneugierig.de bereits in einigen Versuchen beschrieben wurden. Eine wichtige Eigenschaft ist, dass die Wasserteilchen sich die Hand geben und sich gut festhalten. Auf diese Weise entstehen lange “Wasserketten”, die wir als FlĂŒssigkeit wahrnehmen. Da die Wasserteilchen sich die Hand geben, ziehen sie sich – in diesem Versuch – einfach durch den Trinkhalm nach oben.













