Das Stärkemonster (I)
Klingt ja schon ein wenig übel, dass wir nun Monster kreiiern, ist aber ein faszinierender Versuch, der auch einige Alltagsphänomene erklärt.
Was brauchst Du?
Schüssel, Maisstärke, Wasser und evtl. Lebensmittelfarbe
Durchführung
- Mische in der Schüssel ca. 2 Tassen Stärke mit 1 Tasse Wasser,
- gut durchkneten und ca. 10 Minuten “ziehen” lassen.
- Falls Dein Monster bunt werden soll, kannst Du im “Mischprozess” ein paar Tropfen Lebensmittelfarbe zugeben.
Das war’s schon. Ging richtig flott.
Erklärung
Die Stärke (egal ob Mais-, Getreide- oder andere Stärkesorten) besteht aus langen flexiblen Ketten von kleinen Bausteinen (Molekülketten). Ihr könnt Euch dies vorstellen wie einen Wollfaden oder besser noch wie die dünnen Fäden aus denen Watte gemacht ist. Gibt man Wasser zur Stärke hinzu, so drücken sich die Wassermoleküle zwischen diese Ketten, so dass die Ketten nun aneinander vorbeigleiten können. Auf der der anderen Seite halten diese Ketten nun die Wassermoleküle auch fest (fast so wie die Windel den Urin festhält). Dadurch entsteht nun diese teigige Masse.
Versucht man nun mit dem Finger auf die Oberfläche zu schlagen, dringt dieser nicht in diese Masse ein. Das ist vergleichtbar mit dem Wattebausch. Versucht den mal einfach so zu durchstoßen. Dies wird euch meist nicht gelingen, was daran liegt, dass die Ketten ineinander verkäult sind und sich gegenseitig festhalten.
Wenn man hingegen ganz langsam den Finger in die Watte steckt und ein wenig rumbohrt, dann dringt der Finger zwischen die Wattefäden und somit in den Wattebausch ein. Genau das passiert auch bei der Maisstärkemasse. Der Finger schiebt die Ketten auseinander. Dies geht aber nur ganz langsam, denn dann dient das Wasser zwischen den Ketten als eine Art Schmierstoff. Es läßt die Stärkeeinheiten aneinander vorbeigleiten und schafft somit Platz für den Finger.
Im Versuch “Stärkemonst (II)” werdet Ihr sehen, warum man diese Masse auch als “Monster” bezeichnen kann.














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