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MINT – schnell erklärt

Nun ja, früher hieß MINT mehr oder weniger „Naturwissenschaften“, aber dank neuer Technologien macht es absolut Sinn eine neue Bezeichnung für den hochinteressanten Stoff zu wählen.

MINT =  Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik

Die MINT-Intitiative titelt in meinen Augen vollkommen richtig „Deutschlands wertvollste Rohstoffe sind in den Köpfen.“

Die Intitiative sorgt nicht nur dafür, dass Informationen zu MINT in die Öffentlichkeit finden. Nein, sie dient vielmehr vielen engagierten Menschen als Plattform sich zu organisieren und den Informationen ein Gesicht zu geben.

Ein wichtiger Ansatz wird auf www.mintzukunftschaffen.de folgendermaßen definiert:

Die Qualität des Bildungssystems in Deutschland entscheidet über die wirtschaftliche, soziale und kulturelle Zukunft unseres Landes. „MINT Zukunft schaffen” zeigt, wie MINT-Initiativen bessere Voraussetzungen schaffen, individuelle Förderung und eine neue Lern- und Lehrkultur durchsetzen. Wenn es gelingt, die Akzeptanz der MINT-Fächer in Deutschland nachhaltig zu stärken, wird sich die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft weiterhin positiv entwickeln.

In diesem kleinen Absatz stecken unglaublich viele wichtige Stichworte

  • Qualität des Bildungssystems
  • Wirtschaftliche, soziale und kulturelle Zukunft
  • Individuelle Förderung
  • Lern- und Lehrkultur.

Wir, d.h. die ganze Gesellschaft, muss sich mit diesem Konzept identifizieren und es leben. Persönliches Engagement ist gefragt. MINT sollte in alle Lebensbereiche hineinfinden und nicht nur ein kleiner Teil des Schulunterrichts sein. Selbst im Kindergarten kann MINT praktiziert werden und wird auch schon praktiziert. Beispielsweise hat der Kindergarten „Dietrich Bonhöfer Haus“ in Dudweiler ein Forscherdiplom eingeführt. Es wurde ein Zimmer mit Werkbank, Werkzeugen, „Chemikalien“ und anderen Dingen eingerichtet, in dem die Kinder zunächst unter Anleitung experimentieren und Wissenschaft praktisch erleben dürfen. Nachdem sie 10 Aufgaben unter Aufsicht gelöst haben und sicheres Arbeiten erlernen konnten, erhalten sie ihr Forscherdiplom, was die Kleinen dazu ermächtigt alleine im Forscherzimmer arbeiten zu dürfen. Tolle Sache und die Kinder sind begeistert am Werkeln. In der Albert-Schweizer Grundschule (Dudweiler-Süd) wurde in einer Pilotklasse über 3 Schuljahre, jeweils einen ganzen Tag pro Schuljahr, mit Chemie experimentiert. Natürlich konnte dies nur gelingen, weil sich ein Elternteil engagiert hatte und die Experimente und Erklärungen vorbereitete. Beispiele wie diese sollte es noch viel mehr geben, denn dann ist auch eine rote Linie in der „Ausbildung“ zu erkennen.

Kinder im Kindergarten- oder Grundschulalter sind sehr leicht zu begeistern, vor allem, wenn sie selbst mit den Materialien arbeiten dürfen.

Die MINT-Initiative kann solche Aktivitäten durch ihre Botschafter unterstützen. Zumindest werden die Botschafter Menschen kennen oder finden, die solche Aktionen durchführen  können und auch möchten.

Wird ein solches Konzept über die weiterführenden Schulen hinaus erweitert – wie auch durch die Pilotregionen der Bertelsmann Initiative schon geschehen (http://www.unternehmen-fuer-die-region.de/pilotregionsaarland.0.html), so kann Deutschland im Laufe der Zeit tatsächlich zu einem MINT-Land werden.

Aktuelle sind die Tendenzen schon gut, aber das Ziel ist noch lange nicht erreicht. Der unten folgende “Wasserstandsmelder” (Stand Juli 2010) misst den Fortschritt von acht Indikatoren der Politischen Vision von “MINT Zukunft schaffen” seit dem Jahr 2005. Die Entwicklung bei den mathematischen und naturwissenschaftlichen Kompetenzen der deutschen Schüler bildet die Grundlage für künftige gute Ergebnisse bei den anderen Indikatoren. Der Stand der “MINT-Ersatzquote” zeigt auf einen Blick den Einfluss aller bisherigen Maßnahmen auf den MINT-Fachkräftemangel und die Stärkung des MINT-Standorts Deutschland.

Immerhin ist der PISA-Trend in den MINT-Kompetenzfächern steigend.

Durch flankierende Maßnahmen kann er aber deutlich ausgebaut werden. Zu diesen Maßnahmen zählt in meinen Augen auch, dass die Schulen sich insofern öffnen sollten, dass „externe“ Fachleute (Eltern, Unternehmäsvertreter, Studenten,….) Freistunden oder Projekttage nutzen könne, um die Kinder und Jugendlichen an die MINT-Praxis heranzuführen, ihren Horizont zu erweitern und das Interesse zu wecken (realer Stoff ist meist interessanter als die normale Unterrichtsstheorie).

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